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View Full Version : Völkischer Beobachter


Richter Freisler
11-06-2005, 02:48 PM
Undeutsches Schrifttum auf dem Scheiterhaufen

Nächtliche Kundgebung der deutschen Studentenschaft

Die deutsche Studentenschaft der Berliner Hochschulen hatte sich gestern zu einem Fackelzuge auf dem Hegelplatz versammelt und war geschlossen unter Mitführung von etwa 25,000 auf Lastwagen verladener Bücher und Schriften volkszerletzenden Inhalts zum Opernplatz marschiert, wo als symbolische Handlung, dieses undeutsche Schrifttum auf einem Scheiterhaufen den Flammen übergeben würde.

Tausende und aber Tausende von Menschen wollten dem Schauspiel beiwohnen. Schon lange vor Beginn der Veranstaltung wer der Opernplatz won Menschen dicht umsäumt. Als die studentischen Formationen und Verbindungen eintrafen, wurden die von der Menge mit donnernden Heil und Jubelrufen begrüßt.

Die Verbindungen nahmen dann rings um den Scheiterhaufen Ausstellung und warfen Haufen von Büchern in die Flammen. Studenten traten vor, Bücherstöße auf den Arm, und riefen die Flammensprüche: «Gegen Klassenkampf und Materialismus, für Volksgemeinschaft und idealistische Lebenshaltung!»

«Gegen Dekadenz und moralischen Verfall, für Zucht und Sitte in Familie und Staat!»

Die Schriften von Marx und Kautsky, Heinrich Mann, Gläser, Kästner, Emil Ludwig Cohn, Hegemann, Tucholsky, Kerr, Ossietzky, und anderer Skribenten wurden den Flammen übergeben.


Dann sprach Reichsminister Dr. Goebbels:

«Das Zeitalter eines überspitzten jüdischen Intellektualismus ist zu Ende gegangen, und die deutsche Revolution hat dem deutschen Wesen wieder die Gasse freigemacht. Diese Revolution kam nicht von oben, sie ist von unten hervorgebrochen. Sie ist deshalb im besten Sinne des Wortes der Vollzug des Volkswillens. Hier steht Arbeiter neben Bürger, Student neben Soldat und Jungarbeiter, hier steht der Intellektuelle neben dem Proletarier.

«In den letzten vierzehn Jahren, in denen ihr, Kommilitonen, in schweigender Schmach die Demütigungen der Novemberrepublik über euch ergehen lassen mußtet, füllten sich die Bibliotheken mit Schund und Schmutz jüdischer Asphaltliteraten. «Während die Wissenschaft sich allmählich vom Leben isolierte, hat das junge Deutschland längst schon einen neuen fertigen Rechts- und Normalzustand wieder hergestellt. «Die Bewegung, die damals den Staat berannte, ist jetzt in den Staat hineinmarschiert, ja, mehr noch, sie ist selbst Staat geworden. Damit hatte der deutsche Geist eine ganz andere Wirkungsmöglichkeit bekommen. Revolutionäres Tempo, revolutionärer Elan und revolutionäre Durchschlagskraft, die die deutsche Jugend in den vergangenen Jahren erlebte, sind nun Tempo und Elan des ganzen Staates geworden. «Revolutionen, die echt sind, machen nirgends Halt. Es darf kein Gebiet unberührt bleiben. So wie sie die Menschen revolutioniert, so revolutioniert sie die Dinge.

«Deshalb tut ihr gut daran, in dieser mitternächtlichen Stunde den Ungeist der Vergangenheit den Flammen anzuvertrauen. Hier sinkt die geistige Grundlage der Novemberrepublik zu Boden. Aber aus den Trümmern wird sich siegreich erheben der Phönix eines neuen Geistes, den wir tragen, den wir fördern, und dem wir das entscheidende Gewicht geben. «Ich glaube, niemals war wohl eine junge studentische Jugend so berechtigt wie diese, stolz auf das Leben, stolz auf die Aufgaben und stolz auf die Pflicht zu sein. Niemals hatten junge Männer so wie jetzt das Recht, mit Ulrich von Hutten auszurufen, 'O Jahrhundert, o Wissenschaften, es ist eine Lust zu leben!'

«Barrieren, die uns trennten, sind niedergerissen. Volk hat wieder zu Volk gefunden. Und wenn die Alten das nicht verstehen, wir Jungen hatten es schon durchgeführt. «Das Alte liegt in den Flammen, das Neue wird aus der Flamme unseres eigenen Herzens wieder emporsteigen. Wo wir zusammenstehen, und wo wir zusammengehen, da wollen wir uns dem Reich und seiner Zukunft verpflichten. «Wie oft in den Zeiten, da wir noch in der Opposition kämpften, so auch jetzt, da wir die Macht und damit die Verantwortung in den Händen halten, schließen wir uns zusammen in dem Gelöbnis, das wir früher so oft in den abendlichen Himmel hinaufgeschickt haben: «Umleuchtet von vielen Flammen soll es ein Schwur sein! Das Reich und die Nation und unser Führer Adolf Hitler Heil!»

Das Horst-Wessel Lied braust auf, und immer noch prasseln die Flammen, in die Stöße um Stöße der eingesammelten jüdischen Zerletzungsschriften geworfen werden. Mit dieser Kundgebung ist symbolisch der Kampf wider den undeutschen Geist, der nun seinen Weg nimmt, eingeleitet worden. Dieser Kampf wird nicht aufhören, bevor alle Deutschen wieder deutschen Geistes sind.

Quelle: "Völkischer Beobachter", Ausgabe A/Norddeutsche Ausgabe, Berlin, Freitag, 12 mai 1933, Zweites Beiblatt (Seite nicht bezeichnet), Der Vollzug des Volkswillens

Richter Freisler
11-06-2005, 02:51 PM
Das Reich steht - und über uns der Führer

Rede des Reichsministers Dr. Goebbels im Rundfunk

Berlin, 2.Juli

Reichsminister Dr. Goebbels hielt Sonntag abend um 7 Uhr über alle deutschen sender eine Ansprache an das deutsche Volk. Sie hatte folgenden Wortlaut:

"Meine Volksgenossen und Volksgenossinnen!

Noch sehe ich den Führer um die Mitternachtsstunde des Freitag abend auf der Terasse des Rheinhotels Dreesen in Godesberg stehen. Unten auf dem freien Platz ist die große Kapelle des westdeutschen Arbeitsdienstes zum Zapfenstreich angetreten.

Der Führer schaut ernst und nachdenklich in den dunklen Nachthimmel, der sich nach dem reinigenden Gewitter über die weite, in Harmonie verschwimmende Landschaft gelegt hat, und nimmt, mit erhobener Hand grüßend, die Begeisterungsstürme des rheinischen Volkes entgegen.

Noch weiß niemand von all den vielen Menschen da unten, was unmittelbar droht. Auch von denen, die oben auf der Terasse stehen, sind nur einige wenige informiert worden.

Der Führer hat wieder, wie so oft, in ernsten und schwierigen Situationen nach seinem alten Prinzip gehandelt, immer nur das zu sagen, was man sagen muß, dem, der es wissen muß und dann, wenn er es wissen muß.

Bewundernswert ist er für uns in dieser Stunde. Kein Zucken in dem angespannten Gesicht verrät auch nur die leiseste innere Bewegung. Und trotzdem wissen paar Menschen, die wir jetzt wie in allen schweren Stunden bei ihm stehen, wie tief verwundet er in seiner Seele, aber auch wie fest er in seinem Entschluß ist, mit aller Erbarmungslosigkeit zu handeln und reaktionären Rebellen, die, unter dem Stichwort einer zweiten Revolution an ihm und der Bewegung die Treue brechend, das Land in unabsehbare Wirren stürzen wollen, zu Boden zu werfen.


Im Flugzeug nach München

Während noch die letzten Töne des Horst Wessel Liedes verklingen und ganz fern über den Rhein der Gesang des Saarliedes herüberdringt, kommen von Berlin und München ernste Nachrichten. Es ist jetzt keine Zeit mehr zu verlieren. Eine Beratung von zwei, drei Minuten, und dann steht der Entschluß des Führers fest, nicht mehr bis zum Morgen zu warten, sondern sofort mit dem Flugzeug nach München abzureisen, um das Nest der Verschwörer persönlich auszuheben. Eine halbe Stunde später steigt die schwere, dreimotorige Junkersmaschine vom Flugplatz Hangelar bei Bonn in den nebelverhängten Nachthimmel hinein. Es ist eben 2 Uhr.


Im Bayerischen Innenministerium

Der Tag ist schon angebrochen. Auf dem Flugplatz erhält der Führer eingehenden Bericht über die Situation, und wir begeben uns dann gleich ins Bayerische Innenministerium. Teile der Münchner S.A. sind am Abend, getäuscht durch falsche lügnerische Parolen, auf die Straße gegangen. Ihre wort – und treubrüchigen Führer werden sofort zitiert.

Adolf Hitler wirft ihnen in zwei Sätze maßloser Empörung und Verachtung ihre ganze Schmach in die vor Angst und Ratlosigkeit bleichen und entstellten Gesichter hinein. Dann reißt er ihnen persönlich die Ehrenzeichen eines S.A.-Führers von der Uniform herunter. Ihr hartes aber gerechtes Schicksal wird sie bereits am Nachmittag treffen.

Nun ist keine Zeit mehr zu verlieren. Der Führer ist entschlossen, persönlich das Nest der Verschwörer in Wiessee aufzusuchen, um es radikal und erbarmungslos auszuräuchern. Außer seiner regulären S.S.- Begleitung dürfen nur noch seine treuen Kameraden Brückner, Schaub und Schreck sowie der Reichspressechef der N.S.D.A.P., Dr. Dietrich, und ich mitfahren.


Aushebung der Verschwörergilde in Wiessee

In rasendem Tempo geht es nun auf Wiessee los. Kein Mensch ist noch zu sehen, die Straßen der Dörfer liegen verwaist und leer. Es ist 6 Uhr morgens. Gegen 7 Uhr gelangen wir in Wiessee an.

Ohne Widerstand zu finden, können wir in das Haus eindringen und die Verschwörergilde noch im Schlaf überraschen und sofort dingfest machen. Der Führer selbst nimmt die Verhaftung mit einem Mut ohnegleichen persönlich vor. Es sei mir erspart, die widerlichen und fast Brechreiz verursachenden Szenen zu schildern, die sich dabei unsern Augen bieten. Ein einfacher S.S.- Mann fasst unsere maßlos empörte Stimmung in die richtigen Worte zusammen:

"Ich wünschte nur, dass jetzt die Wände niederfielen und das ganze deutsche Volk Zeuge dieses Vorganges sein könnte, um zu verstehen, wie gut der Führer daran tut, jetzt har und ohne Gnade die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und sie ihre Verbrechen an der Nation mit dem Tode bezahlen zu lassen."

Kurz nach der Verhaftung trifft eine Stabswache von Röhm aus München ein. Der Führer tritt ihr aufrecht und männlich entgegen und gibt ihr in einem Satz den befehl, augenblicklich die Rückfahrt anzutreten. Der Befehl wird sofort mit einem Heil auf ihn ausgeführt.

Unsere Rückfahrt nach München geht unter dramatischen Umständen vor sich. Manchmal in Abständen von nur einigen Minuten begegnen uns die Wagen der zur Tagung nach Wiessee fahrenden S.S.- Führer. Die alten und treuen Kampfgefährten unter ihnen, die von allem keine Ahnung haben, werden kurz orientiert, die im Komplott verwickelten schuldigen Hochverräter verhaftet der Führer persönlich und übergibt sie seiner S.S.- Wache.


Die Aktion im Reich

Die Meldungen aus dem Reiche, die in München vorliegen, sind durchaus befriedigend. Die ganze Aktion ist reibungslos verlaufen. Unser Parteigenosse Göring hat in Berlin nicht gefackelt. Mit fester Hand hat er in da dortige Verschwörernest der Reaktionäre und ewig Gestrigen hineingegriffen und , getreu dem Befehl seines Führers, Maßnahmen getroffen, die zwar hart, aber notwendig waren, um das Reich vor unabsehbarem Unglück zu bewahren.


Der Führer vor den S.A.-Führern

Dann spricht der Führer vor den versammelten S.A.- Führern und Politischen Leitern. Seine Rede ist ein einziges Strafgericht über die kleine Gilde der nunmehr dingfest gemachten Verbrecher, die im Bunde mit der Reaktion die Gewalt an sich reißen zu wollten und selbst nicht davor zurückschreckten, ohne Rücksicht auf die Gesamtsituation und die schwere Verantwortung, die der Führer träg, Beziehungen zu einer ausländischen Macht anzuknöpfen, um damit ihre verruchten, ehrgeizigen Pläne schneller zum Reifen zu bringen.

Sie haben die Ehre und das Ansehen unserer S.A. durch ein Lotterleben ohnegleichen in Verruf und Misskredit gebracht.

Sie haben durch Protzertum und Schlemmereien den Gesetzen der Bewegung auf Einfachheit und persönliche Sauberkeit offen Hohn gesprochen.

Sie waren im Begriff, die ganze Führung der Partei in den Verdacht einer schimpflichen und ekelerregenden sexuellen Abnormität zu bringen.

Sie haben die Pläne des Führers, die auf weite Sicht eingestellt sind, durch engstirnige und böswillige Kurzsichtigkeit, nur ihren persönlichen Machtgelüsten zuliebe, zu durchkreuzen versucht. Auf dem ganzen Lande lag der Alpdruck eines Verhängnisses, von dem zwar niemand außer einigen Eingeweihten seine Ursprünge, aber jedermann sein fast unausweichliches Kommen empfand und fühlte. Man hatte geglaubt, die Nachsichtigkeit, die der Führer ihnen gegenüber walten ließ, mit Schwäche verwechseln zu dürfen.

Darauf hatte diese hochverräterische Clique ihr Projekt aufgebaut. Der Führer hat dann lange und schweigend zugeschaut. Oft und oft hatten die verantwortlichen Männer, die er in sein engstes Vertrauen zog, in der Öffentlichkeit gewarnt. Ihre Warnungen wurden in den Wind geschlagen oder gar mit überheblichem und zynischem Lächeln abgetan. Wo es nun mit Güte nicht ging, musste es mit Härte geschehen.

Und so wie der Führer in der Güte groß ist, so kann er auch groß sein in der Härte.

Das soll nun an diesem Beispiel gezeigt werden. Und auch die Kreise der Reaktion, die hier mit im Bunde waren, sollten wissen, dass nun der Spaß zu Ende ist und der Ernst beginnt.

Der Führer und seine Getreuen können und werden es nicht zulassen, dass ihr Aufbauwerk, unter unzähligen Opfern von der ganzen Nation begonnen, durch das Intrigenspiel gewissenloser, politischer Dilettanten in Gefahr gebracht wird.

Zwei Monate haben wir Abend für Abend vor den Massen des Volkes gestanden und ihnen die schwierige Lage, in der Deutschland sich befindet, klargemacht. Wir haben mit einer Nachsichtigkeit ohnegleichen das uns von den reaktionären Cliquen angetane Unrecht beantwortet.

Das Volk hat mit einer bewundernswerten Vernunft unsere Gedankengänge gebilligt und uns weiterhin sein Vertrauen ausgesprochen. Jeden Tag konnten wir zur Wahlurne rufen, ohne befürchten zu müssen, daß auch nur einer aus der großen Front vom 12.November 1933 dem Führer untreu würde.

Diese kleine Clique von gewerbsmäßigen Saboteuren aber wollte keine Ruh geben. Sie wollte unsere Nachsicht nicht verstehen, und nun hat sie der Führer mit der Härte seiner Strenge zur Ordnung gerufen.


Das Eingreifen des Führers

Maßlos verbittert und empört über das gewissenlose Vorgehen der Verschwörergilde stehen die S.A.- Führer und Politischen Leiter vor dem Mann, der auch in dieser kritischen Situation bewiesen hat, dass er wirklich ein Mann ist und dass er, wenn es das Interesse der Nation erfordert, ohne Rücksichtnahme auf Rang und Würde derer, die das Gesetz seines Handelns trifft, Entschlüsse fassen kann und sie auch wirklich durchführt. Sein ganzes Leben gilt dem Volk, das ihn deshalb liebt und verehrt, weil er groß und gütig ist, aber auch erbarmungslos sein kann, wenn es notwendig wird.


Der Führer pflegt alles, was er tut, ganz zu machen.

Auch in diesem Fall. Wenn schon, denn schon.

Die ewigen Quertreiber aber mögen aus diesem Beispiel lernen, was es heißt, sich an der Sicherheit des Deutschen Staates und an der Unantastbarkeit des nationalsozialistischen Regimes zu vergreifen. Wir sind weit davon entfernt, kleinliche Meckereien und Nörgeleien, die nun einmal in der Natur vieler Menschen liegen., allzu tragisch zu nehmen. Wer sich aber bewusst und planmäßig gegen den Führer und seine Bewegung erhebt, der darf davon überzeugt sein, dass er ein leichtfertiges Spiel mit seinem Kopf treibt.

Die Lage im Reich und die Proklamation des Führers

Am Sonnabend Nachmittag schon ergibt sich, dass die Lage im ganzen Reich vollkommen ruhig und geklärt ist. Die Verschwörernester sind ausgehoben, und nun gibt der Führer dem Volke in seinen Erlassen Aufklärung über die Gründe seines Vorgehens. Die zwölf Punkte seiner Proklamation an den neuen Chef des Stabes der S.A., unseren alten Kameraden Viktor Lutze, decken mit schonungsloser Härte die Fehler und Schwächen auf, die sich durch das verantwortungslose Treiben der Verschwörergilde im öffentlichen Leben eingeschlichen hatte. Jetzt wird reiner Tisch gemacht, und die Eiterbeule, nachdem sie ausgereift war, ausgestochen.

Die Sauberkeit und Anständigkeit der Partei und all ihrer Organisationen ist durch die Ausmerzung dieser fragwürdigen Elemente vor der Nation wiederhergestellt.

Die Millionenmassen unserer Parteigenossen, S.S. – und S.A.- Männer, begrüßen dieses reinigende Gewitter. Wie von einem Alpdruck befreit atmet die ganze Nation wieder auf. Sie hat es erneut gesehen, dass der Führer entschlossen ist, keine Gnade walten zu lassen, wenn das Prinzip des Anstandes, der Einfachheit und der öffentlichen Sauberkeit angetastet wird, und dass die Strafe umso härter ist, je höher der steht, den sie trifft.

Wir, die wir das Glück hatten, in diesen entscheidenden Stunden bei ihm zu sein, haben ihn wieder einmal schrankenlos verehren und bewundern gelernt in seiner Tapferkeit, in dem Tempo und in der Durchschlagskraft seiner Entschlüsse, in seinem persönlichen Schneid, in dem Willen, sich selbst einzusetzen für seine Sache und nicht in der Etappe zu bleiben, wenn es gilt, diesen Einsatz zu wagen. Und die Nation hat instinktiv das gefühlt, was wir erlebt haben. Aus den Tausenden und aber Tausenden von Glückwünschen und Treuekundgebungen kann der Führer ersehen, dass er wieder einmal dem Herzen des Volkes entsprechend gehandelt hat.


Noch einmal sei es allen gesagt:

Jede Hand, die sich uns entgegenstreckt, soll unsere Freundeshand empfangen. Jede geballte Faust, die gegen den Führer und sein Regime erhoben wird, soll aufgebrochen werden, wenn nötig, mit Gewalt. Wir wünschen die Mitarbeit des ganzen Volkes, von arm und reich, von hoch und niedrig; wer aber den Führer und die Nation in der Arbeit für Deutschlands Zukunft zu stören versucht, der wird zu Boden geschlagen. Und die Pestbeulen, Korruptionsherde, Krankheitssymptome moralischer Verwilderung, die sich im öffentlichen Leben zeigen, werden ausgebrannt, und zwar bi aufs Fleisch.


Die zweite Revolution

Die Verschwörer hausierten in ihren Konventikeln mit der Meinung, es müsse eine zweite Revolution gemacht werden. Nun, diese zweite Revolution ist gekommen, aber anders, als sie sich das gedacht hatten. Sie hatten sich schon die uns feindlich gesinnte Auslandspresse zur Hilfe gerufen. Sie faselte schon seit Wochen von Krisen des Systems. Sie mag nun wissen, wo Stärke und Autorität in Deutschland zu finden sind.

Niemals stand irgendwo eine Regierung so fest wie die unsere, und niemals wurde sie von einem Mann von so großem persönlichen Mut geleitet, wie diese.

Oft haben wir gesagt, wir sähen die Wühlmäuse zwar, aber wir wollten sie erst einmal aus ihren Löchern und Schlupfwinkeln herauskommen lassen. Sie haben uns nicht verstanden und sind herausgekommen. Und nun traf sie ihr verdientes Schicksal.

Das Volk aber kann sich nur zu den Ereignissen des 30. Juni beglückwünschen. Die breite Masse unserer S.A.- Kameraden, die mit dem verwerflichen Treiben der Verschwörerclique gar nichts zu tun hatte, darf davon überzeugt sein, dass jetzt an ihrer Spitze wieder eine Führung der Sauberkeit und des Anstandes steht. Der S.S. und ihrer Führung gebührt höchstes Lob und der Dank der Nation für ihre vorbildlichen Treue und Disziplin, die sie, wie so oft schon in schwierigen Situationen, auch hier wieder bewiesen haben.


Warnung vor Fehlspekulationen

Dem eigenen Volk aber und der ganzen Welt sei hiermit gesagt: In ganz Deutschland herrscht Ruhe und Ordnung, die öffentliche Sicherheit ist wiederhergestellt. Niemals war der Führer so Herr der Situation wie in dieser Stunde. Spekulationen auf innere Auseinandersetzungen in Deutschland sind fehl am Ort. Die Nation geht wieder an ihre Arbeit. Der Führer hat gehandelt. Die Früchte seines Handels werden dem ganzen Volke zugute kommen.

Gebe ein gütiges Schicksal uns die Gnade, dass wir mit Adolf Hitler unser großes werk zu Ende führen können. Er und seine Getreuen versprechen dem Volke, dass sie sich nicht schonen wollen und zu arbeiten und zu kämpfen entschlossen sind für Deutschlands Leben und Größe.

Das Reich steht und über uns der Führer."

Quelle: Völkischer Beobachter vom 3.7.1934